Kennst du das? Du möchtest etwas unbedingt probieren, es liegt dir schon länger am Herzen, aber du hast einfach zu viel Angst? Angst zu Scheitern. Doch was bedeutet Scheitern überhaupt? Ist dieser Begriff vielleicht ausschließlich aufgrund anderer Menschen so negativ besetzt. Du selbst siehst Scheitern aber gar nicht so negativ?  

Was Scheitern auf alle Fälle impliziert ist, es probiert zu haben. Und meiner Meinung nach ist genau das, also es probiert zu haben, kein Scheitern mehr. Denn für mich ist alles, was wir probiert haben, eine gewonnene Erfahrung und garantiert viel wert. Es nicht probiert zu haben, obwohl wir es uns so sehr wünschen und den Gedanken nur mit Mühe wieder verdrängen können, das ist wahres Scheitern für mich.  

Wovor hast du also Angst? Für dich kann diese Erfahrung, ob sie gut wird oder sogar negativ endet, nämlich nur positiv sein. Denn sie wird dich weiter bringen. Dir eine wertvolle Erfahrung schenken und dein Leben garantiert aufregender machen.  

Worst case wird zu best case – das hab ich selbst zu Ostern erfahren. Denn ich hab mich ausprobiert und einen zweiten Körpergut Standort im Jänner eröffnet. Ich hatte schon seit einigen Jahren dieses Gefühl, dass ich wachsen möchte. Dass ich Körpergut über Standorte erweitern möchte. Und da dieser Wunsch nicht weggegangen ist, hab ich im Jänner endlich zugeschlagen. Es also voll probiert, denn für mich war immer schon klar – wenn ich es nicht probiere, werde ich es ewig bereuen. Deshalb hab ich auch schon so viel Neues geschaffen im meinem Leben.

Dafür, wie oft ich ins kalte Wasser gesprungen bin, ist es sehr sehr oft genau so oder noch besser gekommen, wie ich es mir erträumt habe. Zurück zu meinem zweiten Standort. Ich hab es also ausprobiert. Das Team vergrößert, Werbung gemacht und alles, was dazu gehört. Dabei so viel über mich und das, wie ich arbeiten möchte gelernt. Für mich total überraschend habe ich erfahren, dass ich genau so nicht die nächsten Jahre ausfüllen möchte. Mit ganz viel Organisation, einem riesen Team und wenig Zeit, mich um die bestehenden KundInnen zu kümmern. Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, aber ein Team allein macht mich nicht glücklich. Was mich glücklich macht ist ein kleines Team wirklich toller Menschen, die ich persönlich kenne und sehr wertschätze. Deren Arbeit ich zu 100% unterstütze und weiterempfehlen kann.

Ich habe gemerkt, dass das wichtigste für mich die Qualität bei Körpergut ist. Das Gefühl, nicht auf Masse, sondern auf Klasse zu gehen. Und mich dabei wohlzufühlen. Da ich ausprobiert habe, durfte ich lernen, dass genau das bei zwei Standorten für mich nicht mehr möglich ist. Die Konsequenz? Ich habe reagiert, mich nicht von den Anderen durch „was, so schnell?“ „nein, total schade“ oder „aber es ist echt schön dort“ umstimmen lassen und mein Wohlbefinden an erste Stelle gesetzt. Wozu sonst bin ich denn den Weg der Selbstständigkeit gegangen? Um mich statt von einem Chef von Menschen um mich herum „verbiegen“ zu lassen?

Ich habe also reagiert und zu Ostern den Standort wieder geschlossen. Hört sich dramatisch an? War es aber nicht! Es hat sich alles wunderbar gefügt, ich hab eine tolle Nachmieterin gefunden, die eine Praxis eröffnen wird. Und ich bin um unzählige Erfahrungen sowie das Wissen, auf mich selbst vertrauen zu können, reicher.  

 

Lass dich nicht unterkriegen und wage den Schritt!

Alles Liebe,
deine Theresa